Das Lernentwicklungsgespräch: Individuelle Förderung in der Jahrgangsstufe 6

Seit dem Schuljahr 2013/14 bieten wir Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 6, die in den Hauptfächern Deutsch, Englisch, Mathematik bzw. Französisch/Latein besonders gute oder schwächere Leistungen zeigen, gemeinsam mit ihren Eltern ein Gespräch zur Gestaltung des weiteren Lernweges an.

Als Vorbereitung auf dieses für Kinder und Eltern freiwillige Lernentwicklungsgespräch füllen das Kind, seine Eltern und der im betreffenden Fach Unterrichtende unabhängig voneinander einen je eigenen Beobachtungsbogen aus, in dem unterschiedliche fachliche Kompetenzen eingeschätzt werden.

In dem ca. 45 Minuten dauernden Gespräch zwischen Schülerin bzw. Schüler, Eltern und Fachlehrerin bzw. Fachlehrer kommt es dann zu einem Abgleich der Einschätzungen, sodass Stärken und Schwächen zur Entwicklung eines Förderangebotes festgestellt werden können.
Während es bei leistungsstarken Kindern zum Beispiel darum geht, zusätzliche Lernanreize anzubieten (Drehtürmodel), stundenweise Teilnahme am Fachunterricht einer höheren Klasse u.a.), vereinbaren Leistungsschwächere Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Arbeitshaltung oder Kompensation inhaltlicher Schwächen.

Eine wichtige Zielsetzung ist, dass alle drei beteiligten Gruppen gleichberechtigt und konstruktiv an der individuellen Förderung beteiligt sind.
In zwei nachfolgenden, kurzen Gesprächen wird geprüft, inwiefern die schriftlich festgehaltenen Maßnahmen wirksam sind.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das Lernentwicklungsgespräch schwerpunktmäßig für Schülerinnen und Schüler mit schwächeren Leistungen angeboten und durchgeführt wird. Mit Blick auf eine Zielsetzung der Erprobungsstufe, die Schulformwahl sicherer zu machen, hat sich diese Form individueller Förderung bewährt.

Katja Striegan, Erprobungsstufenkoordinatorin

Stand 10/2016